Café Erika

Der neue Farbtupfer in Sendling

7. Januar 2018

Nach gründlicher Planung und Vorbereitung laden Judith Starck und Esther Szolnoki seit Mai 2017 im Café Erika in der Senserstraße zu selbstgebackenen Kuchen und anderen Köstlichkeiten ein.

»Gut Ding hat Weil’« trifft es eigentlich ganz gut, wenn man die Entstehungsgeschichte des Café Erika erzählen will. Ein Schnellschuss kam für Judith und Esther nämlich nicht infrage: Vom Konzept über Speiseangebot bis hin zu Farben und Logo ist alles wohl durchdacht, gut überlegt und mit Liebe zum Detail geplant.

Und sie hat »Ja« gesagt

Kennengelernt haben sich die beiden bei der Arbeit in einem großen Verlag. Judith und Esther sind beide Redakteurinnen. Esther hat in der Kochbuch-Welt ihre Passion gefunden, Judith ist spezialisiert auf Landschaftsarchitektur, Garten, Deko und Einrichtung. Die perfekte Kombination also. Aber bis es zu einem gemeinsamen Café kam, vergingen ein paar Jahre. 2014 hatte Esther bereits den Traum vom eigenen Café. Im gleichen Jahr stieg dann auch Judith voll mit ein, nachdem Esther ihr das Projekt schmackhaft gemacht hatte: »Da hab’ ich dann der Judith sozusagen einen Antrag gemacht. Und sie hat ja gesagt.« Also wurde gemeinsame Sache gemacht und erst einmal eine IHK-Schulung absolviert und ein Barista-Kurs belegt.

»Wir wollten nicht blauäugig an die Sache herangehen und uns gut vorbereiten. Wenn man Kaffee anbietet, sollte man auch ein bisschen Ahnung davon haben. Deshalb haben wir einen Barista-Kurs gemacht.«  Judith Starck

Esther und Judith legen sehr viel Wert auf Details und so läuft nicht irgendeine Bohne durch die Kaffeemaschine, sondern die Bohnen des Diplom-Kaffeesommeliers Uli Niedersteiner, der Inhaber der »Baruli Kaffeerösterei« in der Nähe vom Chiemsee.

Wer ist eigentlich Erika?

Wo der Kaffee herkommt, ist geklärt. Aber was ist mit dem Namen des Cafés? Wer ist denn eigentlich Erika? Judith und Esther heißen ja nicht so. »Hinter dem Namen steckt die Haushälterin unserer Familie. Erika war immer da für uns Kinder, hat gekocht und gebacken. Ich bin mit ihr aufgewachsen. Heute ist Erika über 80 Jahre alt«, klärt Esther auf. Aufgrund ihres hohen Alters kann Erika das Café in Sendling nicht mehr besuchen, aber ein Bild auf dem Regal rechts neben dem Tresen erinnert an ihre Koch- und Backkünste.

Markenzeichen: Türkis

Esther ist also verantwortlich für den Namen, Judith durfte sich dafür mit Farben und Design austoben. »Ich liebe Türkis. In meiner Wohnung ist Türkis die vorherrschende Farbe. Und das wollte ich auch in unser Café transportieren.« Geschmackvolle, gelungene Sache.

Ein willkommener Wechsel

Die Tür geht auf und die ersten Mittagsgäste machen es sich auf den Holzstühlen gemütlich. Für die Nachbarschaft und Anwohner ist das neue Café ein kleiner Segen, denn die heruntergekommene Boazn, die davor die Räume im wahrsten Sinne in Anspruch nahm, war verfallen und fast immer leer.

»Wir sind unserem Vermieter sehr dankbar. Er hat alles neu renoviert und uns sehr viel Freiraum gelassen. Jetzt ist hier im Café Erika alles neu und sauber.« – Esther Szolnoki

Auch die Außenplätze im kleinen Hinterhof waren im Sommer gut besetzt, erzählt Judith:

»Draußen haben wir ein paar schöne Plätze im ruhigen Hof. Das kommt bei unseren Gästen sehr gut an.« – Judith Starck

Esther und Judith kochen und backen alles selbst und stehen jeden Tag in der Küche. »Mittlerweile haben wir sogar schon einen festen Standard-Kuchen, den Weiße-Schokolade-Mohn-Kuchen. Es gib ihn immer, weil er unseren Gästen so gut schmeckt.« Neben Bio-Kaffee, -Tee, -Eistee und -Säften servieren Judith und Esther Frühstück, ein meist vegetarisches Mittagsgericht und kleine Salate, Sandwiches und Aufstriche. Wein und Bier stehen auch auf der Karte. Sechs Monate nach der Eröffnung sind die beiden Freundinnen sehr zufrieden mit ihrem Café – auch wenn nicht viel Zeit für Anderes bleibt. »Unseren Freunden sagen wir, dass sie uns hier besuchen müssen, wenn sie uns sehen wollen. Noch sind wir rund um die Uhr mit Café Erika beschäftigt. Da bleibt leider auch keine Zeit mehr für meinen Schrebergarten«, erzählt Judith – aber mit einem Lächeln. Der Schrebergarten muss zwar ein bisschen warten, aber dafür wächst und gedeiht gerade ein sehr liebevolles Café in München Sendling.

Facebook Fan werden und keine Geschichte mehr Verpassen

Café Erika
Senserstraße 7
81371 München
089 – 45 23 71 38
hallo@cafe-erika.de

Mo + Di: geschlossen
Mi – Fr.: 9:30 – 18:30 Uhr
Sa, So und Feiertag: 10.00 – 18.00 Uhr